Kleider machen Leute. Und Freelancer

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Kleider machen Leute lautet eine Volksweisheit. Dies dachte sich wohl auch der Chef der Schweizer Bank UBS und hat sich für seine Angestellten in der Schweiz einen Dresscode ausgedacht. In dem 40 Seiten dicken Wälzer ist zu lesen, dass Piercing, enge Röcke und Krawatten in knalligen Farben tabu sind. Damen sollen demnach keinen aufdringlichen Schmuck tragen, keine durchscheinende Unterwäsche anlegen und auf stets vollständig gefärbte Haare achten. Herren sollen Socken mit auffälligen Mustern im Schrank lassen. Ein Geruch nach Zigaretten, Zwiebeln oder Knoblauch ist für Personen beiderlei Geschlechts ebenfalls zu vermeiden.

 

Als ich das Ganze das erste Mal gelesen habe war ich zunächst hin und hergerissen. Hat der Vorstand nichts Wichtigeres zu tun, als sich um die Klamotten oder den Mundgeruch seiner Leute zu kümmern? Ist der Anzug oder das Kostüm nicht ohnehin die zweite Haut eines Schweizer Bankers? Braucht es da noch Vorschriften?

 

Andererseits habe ich schon mit eigenen Augen Freelancer mit schwarzen Jurassic-Park T-Shirts und Sneakers beim Kunden gesehen. So nach dem Motto:

Weißte Alter, ich bin eben ein Freak. Ich häng‘ den ganzen Tag am Computer ab und das kann auch jeder ruhig sehen.

 

Auch das Extrem in der anderen Richtung kann kontraproduktiv sein. Der Turbo-Berater mit Armani-Anzug und einer auffälligen Breitling-Uhr. Mittags in der Kantine dann den Porsche-Schlüssel und das goldene IPhone auffällig auf das Tablett in der Kantine des Kunden legen. Die Mitarbeiter des Unternehmens werden sich denken:

Wieso soll ich diesen Angeber mit irgendwelchen Informationen unterstützen?

 

Klar ist:

Der IT-Freelancer ist gut indem was er tut. Er bildet sich regelmäßig weiter, pflegt regelmäßig sein Netzwerk und hat es Dank hartnäckiger Akquisition geschafft, einen Termin beim Endkunden zu bekommen.

 

Deshalb:

Ist es sinnvoll und professionell, sich über das Auftreten sehr wohl Gedanken zu machen. Alleine der Gedanke, „Ich weiß, dass ich gut bin, also wird das mein Gegenüber auch merken“ reicht nicht aus. Kommt der Freelancer dann noch unpünktlich, ist vielleicht auch noch nervös oder trägt er unpassende Klamotten, sagt er unbewusst eine Menge über sich aus. Erfahrene Endkunden werden ihre Rückschlüsse ziehen und es kommt nicht zum Auftrag. In Zeiten harter Konkurrenz sich darauf zu verlassen, dass das Gegenüber schon merkt, wie gut man ist, kann zum Eigentor werden.

 

Der gesunde Mittelweg ist aus meiner Sicht angebracht.

Denn ein gutes äußeres Erscheinungsbild lässt auf gute und solide Arbeit schließen. Und das ist schließlich, was der Kunde erwartet.

So sind Sprichwörter wie,

 

„Die Außenseite eines Menschen ist das Titelblatt des Inneren“,

„Man empfängt die Leute nach ihrem Kleide und entlässt sie nach ihrem Verstand“,

„Wie Du kommst gegangen, so wirst Du empfangen“,

 

mitten aus dem Leben und haben sich schon mehrfach bewährt.

 

Es liegt auf der Hand:

Kleidung sagt eine ganze Menge über den Menschen aus. Von daher beim nächsten Termin vorher ein paar Fisherman’s Friend einstecken und bei der Wahl der Krawatte von der besten Ehefrau von allen beraten lassen, dann klappt es auch mit dem nächsten Auftrag.

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