Die Zukunft des Freelancing: Entwicklungen und Trends

[zuerst veröffentlicht auf freelance.de]

Die Zahl der selbständigen Freiberufler ist laut dem Bundesverband der Freien Berufe e.V. innerhalb eines Jahres um 1,8 Prozent auf insgesamt 1,4 Millionen gestiegen. Am stärksten gewachsen sind dabei die technisch-naturwissenschaftlichen Berufe auf nunmehr 271.000 Freiberufler – eine Steigerung von 3,8%. Ein Trend?

Trend 1: Fachkräftemangel & Zuwachs an freien Mitarbeitern

Unternehmen, ob Dienstleistungs-, Automobilbranche, öffentliche Verwaltung, verarbeitendes Gewerbe oder Energieversorger, sind aufgrund des Fachkräftemangels auf IT-Dienstleister angewiesen. Studien ergeben, dass Unternehmen in Zukunft immer häufiger Freiberufler statt Festangestellte beschäftigen. Die spezialisierte Expertise der Freelancer ist eines ihrer stärksten Argumente und sichert ihnen eine entsprechende Auftragslage.

Trend 2: Rekrutierung & Projektfindung über Freelancer-Plattformen

Die Umverteilung hin zu Freelancern wird zukünftig noch stärker über Plattformen wie freelance.de erfolgen. Das Oxford Internet Institute schreibt in seinem Forschungsbericht, dass allein im letzten Jahr die Anzahl der Projekte, die auf Online-Plattformen ausgeschrieben wurden, um 26% gestiegen ist, besonders in dem Bereich IT Entwicklung.
Für Unternehmen bietet diese Art der Rekrutierung hohe Flexibilität. Sie finden Freelancer genau in dem Moment, in dem sie ihn brauchen. Trotzdem entsteht kein langfristiger Kostenfaktor, der beispielsweise bei schlechterer Auftragslage kritisch werden könnte.

Die Suche über Freelancer-Plattformen gestaltet sich für Unternehmen einfach und schnell. Es gibt eine große Auswahl an Freelancern, und nur in seltenen Fällen entstehen Kosten über zwischengeschaltete Personaldienstleister. Insgesamt werden Firmen mit ihrem Recruiting so zunehmend agiler. Dieser Faktor wird in Zeiten der Digitalisierung weiter an Bedeutung gewinnen.
Die gleichen Punkte gelten auch für Freelancer: Der Zugang zu Projekten wird über Internetplattformen erleichtert. Die Projektfindung funktioniert einfacher und vor allem schneller, langfristiger Beziehungs- und Kontaktaufbau inbegriffen.

Trend 3: Flexibilität

Flexibilität ist Trumpf. Sowohl hinsichtlich der Rekrutierung, als auch in Sachen Arbeitszeit und -gestaltung. In vielen Branchen und Unternehmen wurde dieses Thema in den letzten Jahren immer stärker in den Fokus gerückt, Stichwort Agilität. Denn 9-to-5 Arbeitszeiten passen nicht jedem. Im Gegenteil: Dynamische Rahmenbedingungen steigern die Zufriedenheit – und damit auch die Leistung.

Freelancer sind hier schon einen Schritt weiter. In vielen Projekten können sie sich ihre Arbeit frei einteilen – solange die Arbeit zur Deadline hin fertig wird. Zwei Drittel der Befragten unserer freelance.de Umfrage geben an, dass diese Art der Flexibilität der Hauptgrund für ihre Arbeit als Freiberufler ist.

Trend 4: Expertise bleibt auch in Zukunft entscheidend

Projektanbieter suchen Experten. Durch ihre Arbeit in unterschiedlichen Projekten und mit verschiedensten Auftraggebern haben Freiberufler oftmals mehr Routine in der Einarbeitung in Themen und der Zusammenarbeit mit neuen Teams. Umso wichtiger ist den Projektanbietern, dass diese Erfahrungswerte in Form von Referenzen angegeben werden. Qualifikationen von Freelancern werden in Zukunft noch stärker in den Fokus rücken.
Ausgehend von Themen der Gleichberechtigung liefern Referenzen neutralere und wichtige Rückschlüsse auf die Arbeitsqualität der Freelancer und deren Qualifikationen.

Trend 5: Collaboration Is Key

Obwohl Freelancer oft mit Einzelkämpfern gleichgesetzt werden, ist der Trend ein ganz anderer: Netzwerk- und Teamarbeit gewinnen immer mehr an Bedeutung. Da die Digitalisierung jegliche Grenzen der Zusammenarbeit (auch im internationalen und kulturellen Raum) aufhebt, wird sogenannte Social Collaboration in Mixed Teams immer mehr zum Standard. Neben dieser Art von Teamarbeit übernehmen Freelancer auch große Projektaufträge, für die sie die Verantwortung tragen. Dabei stellen sie eigene Teams aus weiteren Freelancern zusammen und koordinieren und organisieren den gesamten Ablauf. Doch nicht nur die Zusammenarbeit an einem Projekt wird für Freelancer wichtiger. Auch das klassische Home-Office wird von manchen eher gegen eine betriebsamere Umgebung eingetauscht: Shared Offices und Coworking-Spaces sind ein großer Trend.

Trend 6: Selbstbestimmung und Wertewandel

Dieser Trend hin zur neuen Art von Zusammenarbeit hängt sicherlich auch mit einer neuen Generation zusammen. Die Generation Y ist in der Arbeitswelt angekommen und strebt neue Werte an: Das Hobby zum Beruf machen, Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung, Freude an der Arbeit und flache Hierarchien stehen im Mittelpunkt – das Einkommen hingegen wird dabei oftmals zur Nebensache. All diese Anforderungen lassen sich als Freelancer umsetzen. Noch ein Grund, warum die Zahl der Freiberufler auch in Zukunft noch weiter ansteigen wird.

Trend 7: Steigende Stundensätze

Aufgrund der der hohen Nachfrage nach Freelancern, werden weiterhin steigende Stundensätze prognostiziert. Dies gilt besonders für den Bereich IT und Entwicklung. In anderen Branchen gelten andere Verteilungen. Je nach Qualifikation werden von den Freelancern sehr unterschiedliche Stundensätze angegeben. Es gibt keinen festgelegten Stundensatz für einen bestimmten Experten.

Für Unternehmen lohnt sich daher ein Vergleich des Freelancer-Angebots, statt gleich den Erstbesten zu beauftragen. Darüber hinaus lohnt es sich, genau hinzusehen: denn erste durch eine große Auswahl wird ein fachlich gut geeigneter Experte identifiziert. Über Internetplattformen wie freelance.de kann der Vergleich und die Auswahl innerhalb weniger Minuten erfolgen.

 

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