Diese Tools sollten IT Freelancer kennen

IT-Fachkräfte sind nicht nur auf ihre Fähigkeiten, sondern auch auf Tools angewiesen, die ihnen ihre Arbeit erleichtern. Doch von IDEs über Texteditoren bis hin zu Shells: Angebote gibt es viele – und alle haben ihre gewissen Vorzüge. Doch auf welche Anwendungen setzen IT Experten, wenn es wirklich darauf ankommt?

Technisch ausgefeilter als Bash: zsh + ohmyzsh + powerlevel10k

Wahrscheinlich werden die meisten IT-Freelancer beim Shell-Scripting in erster Linie auf Bash setzen. Sie gilt als Standard und wird bei Linux-Befehlen quasi vorausgesetzt. Doch es lohnt sich ein Blick auf Alternativen, zum Beispiel auf die Z Shell. Ebenso wie Bash ist sie eine erweiterte Bourne Shell und beinhaltet Features von Bash, C Shell/tcsh und KornShell. In Kombination mit Oh my Zsh und dessen über 140 Themes und 200 Plug-ins sowie im Speziellen Powerlevel10k (ein Theme, das Schnelligkeit, Flexibilität und Out-of-the-Box-Erfahrungen verbessert) wird zsh technisch ausgefeilter als Bash – ohne sich von deren Konzepten groß zu entfernen. Für Einsteiger*innen lohnt sich jedoch fish – die nutzerfreundliche Shell bietet eine Autovervollständigung, sie schlägt abhängig von früher getätigten Eingaben und aktuell eingebundenen Laufwerken Optionen, Befehle und Verzeichnispfade vor. Ebenso gibt sie nachvollziehbare Fehlermeldungen zurück.

Nutzerfreundlichkeit, Flexibilität und solides Design in einem: IntelliJ IDEA

Eclipse, NetBeans oder VSCode – integrierte Entwicklungsumgebungen gibt es viele. Hier lohnt sich ein Blick auf Intellij IDEA für die Programmiersprachen Java, Kotlin, Groovy und Scala von JetBrains. Denn was IntelliJ IDEA so herausragend macht, ist die Benutzerfreundlichkeit, Flexibilität und ein solides Design. Überhaupt lohnt sich ein Blick auf die IDEs von Jetbrains – das Unternehmen bietet sie für allerlei Arten von Entwicklung.

Die ausgefeilteren Texteditoren: VSCode und Atom

Wer einen guten „Notizblock“ sucht, ist bei einfachen Texteditoren gut aufgehoben. Interessanter wird es bei VSCode und Atom. Denn wer nicht auf Java programmiert, kommt bei VSCode auf seine Kosten und kann durch diverse Plugins quasi selbst seine IDE zusammenbauen. Das Tolle an Atom ist, dass Projektfortschritte mit Teammitgliedern geteilt werden können. Der Open-Source-Code- und Texteditor ist für Mac OS, Windows und Linux verfügbar.

Gleich und gleich gesellt sich gern – Postman und cURL

Für API-Tests gibt es eine Vielzahl von Tools und mit mehr als 20 Millionen registrierten Usern ist Postman darunter eine der weltweiten größten API-Plattformen. Das API Tool für Windows, Mac OS und Linux sorgt durch seine vielseitigen Möglichkeiten über Testskript-Runner und Variablenverwaltung bis hin zu Funktionen für die Teamverwaltung dafür, dass Programmierschnittstellen deutlich schneller und reibungsloser entwickelt und getestet werden können. Die History-Option speichert automatisch alle Daten und User erhalten mit einem Klick einen guten Überblick über alle Anfragen und können diese mit bestimmten Parametern noch einmal ausführen.

Für den Fall, dass Entwickler und Entwicklerinnen eine Anfrage in einer bestimmten Sprache benötigen, gibt Postman ihnen die entsprechenden Codeschnipsel an die Hand. Das Besondere des Ganzen: die grafische Benutzeroberfläche macht die Nutzung im Gegensatz zu simpleren Befehlszeilenprogrammen wie cURL intuitiver und benutzerfreundlicher. Der Vorteil bei cURl: hier wird kein Desktop für das Testen und Ausführen von Anfragen benötigt.

Ordnung ist das halbe Leben – oder so ähnlich

Neben den genannten Tools gibt es auch eine Reihe von Organisations- und Kollaborationstools, die IT-Fachkräften den Arbeitsalltag erleichtern. Denn neben den technischen Fähigkeiten gehört zum Arbeiten im IT-Bereich einiges mehr dazu. Auch Freelancer müssen ihre Arbeitszeiten für die verschiedenen Kunden und Projekte eigenständig und präzise tracken können. Mit Toggl Track lassen sich Zeiten erfassen, Projekte planen und Reports erstellen. Zudem können die Abrechnungen und Stundensätze direkt Projekten zugeordnet werden und falls selbst mal der Überblick fehlt, erinnert Toggl wann das Kontingent aufgebraucht ist.

In Sachen Projektmanagement liegen Tools wie Jira hoch im Kurs. Projekte können teamübergreifend – von Entwicklerinnen über Supportmitarbeiter– geplant und Tickets können verwaltet und miteinander geteilt werden.

Für die Kommunikation mit Kollegen oder Kunden eignet sich Slack, wo alle Nachrichten in organisierten Bereichen beantwortet und gesammelt werden können.

Und was wären IT Freelancer ohne ihre Computer? Im Arbeitsalltag vermutlich aufgeschmissen. Dabei lässt es sich am besten arbeiten, wenn der Computer aufgeräumt ist. Tools wie Magnet (Mac OS) oder PowerToy (Windows) für die Fensterorganisation und ferdi für die Desktoporganisation schaffen Abhilfe. Um keine Notizen, Termine und Aufgaben mehr zu vergessen, eignen sich Tools wie Evernote. Hier können alle wichtigen Informationen flexibel und nach den eigenen Bedürfnissen angepasst notiert und sortiert werden.

Kein Geheimtipp, darf nicht im Arbeitsalltag fehlen: GitHub. Verwaltungstools und soziales Netzwerk in einem, können Entwickler hier am Code arbeiten, sich mit Gleichgesinnten austauschen und inspirieren lassen, sowie auf dem neusten Stand bleiben.

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