IT-Freelancer Kompass 2022: Sonderauswertung der freelancermap Studie

Stundensätze steigen auf 92 €

Es gibt weiterhin gute Aussichten für den IT-Freelancing Markt. IT-Selbständige fühlen sich in ihrer Rolle als freie Fachkräfte wohl und schätzen die wirtschaftliche Lage als stabil ein:

Auch der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Folgen scheinen sich vorerst nicht negativ auf die aktuelle Auftragslage auszuwirken. 72 Prozent der IT-Selbständigen blicken optimistisch auf die aktuelle Situation. Sie bewerten die aktuelle Auftragslage als (sehr) gut. Fast alle IT-Freelancer erwarten eine bessere (36 %) oder eine gleichbleibende Auftragslage (54 %) im Jahr 2022.

Dies spiegelt sich auch in den Projektanfragen wider: Die IT-Spezialisten erhalten pro Jahr insgesamt 104 Anfragen von Auftraggebenden (andere Freiberufler nur 94). Hierbei bearbeiten IT-Freelancer durchschnittlich sechs Projekte im Jahr und damit drei weniger, als die Freelancer Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Fachbereichen. Von Existenzängsten also kaum eine Spur (81 %).

Für das IT Freelancer Magazin hat freelancermap eine Sonderauswertung der Ergebnisse vorgenommen. Die Sonderauswertung enthält eine Stichprobe von 1235 IT-Selbständigen aus den Fachgebieten Entwicklung / Tech / Data, SAP, IT-Infrastruktur, sowie der Branche IT / Software. (IT-Management- und Projekt-Berater, welche in anderen Branchen tätig sind, sind somit nicht inkludiert.)

Höherer Buttoumsatz und überdurchschnittliche Einkommenszufriedenheit

Im Jahr 2021 knackten deutlich mehr Solo-Selbständige ITler die Marke von 50.000 € Bruttoumsatz, als noch in den Jahren zuvor:

Die stabile Umsatz- und Stundensatzentwicklung spiegelt sich auch in den Aussagen der IT-Freelancer hinsichtlich der Einkommenszufriedenheit wider: Im Vergleich zu Selbständigen aus den Bereichen Marketing & Kommunikation, sowie Grafik, Content & Medien sind Befragte aus den Bereichen SAP (83 %) und IT-Infrastruktur (77 %) besonders zufrieden mit ihrem Einkommen.

Altersvorsorge: Kryptowährungen mit starkem Wachstum

Die Absicherung durch Wertpapiere (59 %) ist noch vor der gesetzlichen Rentenversicherung (56 %) der beliebteste Weg von IT-Selbständigen, um für das Alter vorzusorgen. Ein weiterer klarer Gewinner, wenn es um die Altersvorsorge 2022 geht, sind Kryptowährungen: Während sich die Antwort Krypto im Jahr zuvor noch in der Kategorie „Sonstiges“ mit 7 Prozent versteckte, sichern sich in diesem Jahr schon rund ein Fünftel der IT Freelancer finanziell mit Blockchain-Projekten ab. Eine besondere Affinität und das Interesse an technologiebasierten Investments könnten hier von Vorteil sein, denn im Mainstream haben sich die Coins und Token trotz des Hypes 2021 noch längst nicht etabliert.

Interessant ist auch, dass die als sehr risikoreich geltenden Investments auf der Blockchain noch vor der Absicherung durch die Basisrente (Rürup 18 %) stehen:

Zukunft: IT Security & Python sind Spitzenreiter

Auch, wenn die Blockchain ihren Platz unter den vielversprechenden Technologien der Zukunft einnimmt: Dieses Jahr sind die Top Zukunftsthemen weiterhin IT-Security (71 %), Künstliche Intelligenz (65 %) und Cloud Services (61 %).

Zukünftig werden laut der befragten IT-Selbständigen vor allem die Programmiersprachen Python (43 %) und JavaScript (34 %) an Bedeutung zunehmen. Hier gibt es zum letzten Jahr keine nennenswerten Unterschiede.

Kommunikationsfähigkeit und Problemlösungskompetenz sind wichtigste Soft-Skills

Die Moderation zwischen den einzelnen Fachbereichen im Rahmen der Umsetzung der Projekte hat sich zu einer wichtigen Aufgabe für IT-Freelancer avanciert. So müssen IT-Solo-Selbständige bspw. zwischen Fachbereichen wie Human Resources und IT vermitteln, um gemeinsame Digitalisierungsvorhaben umsetzen zu können.

Kein Wunder also, dass bei diesen Anforderungen im Bereich Soft Skills die Kommunikationsfähigkeit und Problemlösungskompetenz erneut an der Spitze stehen.

Der Freelancer Kompass 2022 wird seit sieben Jahren von freelancermap mittels jährlicher Umfragen erhoben. Für die diesjährige Studie wurden Umfrageergebnisse von 2.112 Freelancern, davon mehr als die Hälfte IT-Freelancer, ausgewertet.

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