Auf Erfolgskurs: Tipps für effiziente und rentable Projekte

Auf Erfolgskurs: Tipps für effiziente und rentable Projekte

Das Dasein als IT-Freelancer bietet viele Vorteile wie ein attraktives Einkommen, Flexibilität und Selbstbestimmung. Doch ebenso bedeutet eine freiberufliche Tätigkeit auch Herausforderungen: Passende Aufträge zu finden kann sich als schwieriger erweisen als gedacht, potenzielle rechtliche Fallstricke gilt es im Blick zu behalten und ein unstrukturiertes Projektmanagement wird schnell zum Stolperstein für einen rentablen Projektabschluss. Die folgenden Tipps verhelfen IT-Freelancern zur erfolgreichen Projektumsetzung:

1. Zeit-, Selbst- und Projektmanagement effektiv gestalten

Ein pünktlicher Projektabschluss ist ein Indikator für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Freelancern und Unternehmen – und ein überzeugendes Argument für weitere Aufträge. Daher gilt es von Anfang an, die Arbeitszeit für Projekte realistisch zu planen. Nicht vergessen: Zeitpuffer berücksichtigen, denn man muss immer mit unvorhergesehenen Herausforderungen rechnen.

Projektmanagement-Tools wie Asana, Trello und Co. helfen dabei, anfallende Aufgaben zu organisieren und sorgen so für eine zeitsparende Planung. Klar strukturierte Arbeitstage mit eingeplanten Pausen sorgen für eine effiziente Bewältigung aller anfallenden To-Dos. Mein persönlicher Tipp: Wer die Arbeitszeiten an den Biorhythmus und die persönliche Leistungskurve anpasst, holt das maximale Potenzial aus sich heraus. Manche erledigen kreative Aufgaben in den frühen Morgenstunden schneller, andere eher am Abend. Um auch die Zusammenarbeit mit allen Projektverantwortlichen bestmöglich zu gestalten, gilt die Maxime: Kommunikation ist alles. Das beginnt bei einem klar definierten Auftrag und einer eindeutigen Leistungsbeschreibung als Basis für ein erfolgreiches Projekt. Zu Beginn erfolgen ein ausführliches Briefing und ein Austausch über die veranschlagte Zeit, das Budget und die erforderliche Qualität. Definierte Deadlines und gemeinsame Ziele sorgen für einen termin- und qualitätsgerechten Projektabschluss.

2. Rechtlich und finanziell auf der sicheren Seite

Die Sorge vor Scheinselbstständigkeit kennt wahrscheinlich jeder IT-Freelancer. Immer mehr Regularien und Compliance-Richtlinien von Seiten der Unternehmen führen häufig zu Verunsicherung. In der Zusammenarbeit mit den Auftraggebern ist es daher entscheidend, dass die Unternehmen die Freiberufler behandeln wie jede andere Firma auch. Entsprechend ausgearbeitete Verträge bilden die Grundlage für eine rechtlich sichere Zusammenarbeit. Um diese solide Grundlage zu schaffen, empfiehlt es sich von Experten wie Personalberatungen unterstützen zu lassen, die über das entsprechende Know-how in der rechtlichen und steuerlichen Abbildung verfügen.

Beim Thema Steuern kann selbst der strukturierteste Festangestellte verzweifeln, denn hier lauert manch ein Fallstrick. So kann es sein, dass Steuern nicht sofort, sondern quartalsweise ans Finanzamt abgeführt werden müssen und die Gewerbesteuer erst im nächsten Jahr anfällt. Für solch fachliche Fragen empfiehlt sich eine steuerrechtliche Beratung. Grundsätzlich bewährt sich allerdings ein drei-Konten-Modell, um einen Überblick über das Finanzielle zu bewahren: ein Girokonto für Zahlungseingänge, ein weiteres für die nach abgeschlossenen Aufträgen fällige Umsatzsteuer sowie ein Konto für private Rücklagen.

3. Entscheidender Erfolgsfaktor: eine rentable Kalkulation

Wie berechnet man den optimalen Tages- beziehungsweise Stundensatz? Was kann ein IT-Freelancer für seine Arbeit verlangen? Wie schützt man sich davor, am Ende bei Projekten vielleicht sogar draufzuzahlen? Eine universelle Antwort auf diese Fragen gibt es nicht. Denn das Honorar muss je nach Auftrag individuell betrachtet werden und hängt stark von Faktoren wie spezifischer Qualifikationen und aktueller Auftragslage ab. Eine grundsätzliche Regel: Nie unter Wert verkaufen. Preise nach unten anzupassen ist leichter, als diese nachträglich anzuheben. Laut unserer So arbeitet Deutschland-Studie tappen viele Freelancer genau in diese Falle: Die Ergebnisse zeigen, dass 75% der befragten Freelancer oft länger an einem Projekt arbeiten als sie kalkuliert haben, doch nur 15% die Stunden auch weiterberechnen. Das Prinzip „Der Kund ist König um jeden Preis“ wird jedoch dauerhaft zum Stolperstein für eine erfolgreiche Arbeit als Freelancer in der IT-Branche – und macht auch für die KollegInnen Preisverhandlungen nicht leichter. Doch wer die folgenden Aspekte bei der Angebotsgestaltung im Blick behält, der bildet eine solide Grundlage für seine Angebote:

  • Betrachten Sie sich selbst wie einen Angestellten und schauen sie sich die Marktlage genau an. Eine erste Orientierung bietet das Bruttogehalt eines Festangestellten in der betreffenden Branche und Position.
  • Bedenken Sie: Da Sie als Freelancer für Ihr Risiko, Ihre Sozialabgaben, Krankheitstage, Urlaubstage und die Altersvorsorge selbst verantwortlich sind, müssen Sie diese auch mit einbeziehen.
  • Wenn Sie Festpreise anbieten, dann überlegen Sie vorher genau, welche Leistungen im Angebot enthalten sind und wie hoch der Zeitaufwand hierfür ist. Extrawünsche und zusätzliche Freigabeschleifen seitens des Kunden, die Mehrarbeit bedeuten, sind vom Festbetrag auszunehmen und sollten gesondert berechnet werden.

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