Interview mit GULP CEO Michel Verdoold

Manager Interview mit GULP Geschäftsführer Michel Verdoold- Was können IT Freelancer in Zukunft von GULP erwarten?

Seit Mitte August hat GULP einen neuen Geschäftsführer: Michel Verdoold.
Eine neue Geschäftsführung bedeutet in der Regel Veränderung. Sowohl auf strategischer Ebene, wie auch auf operativer Ebene. Wir sprechen mit Herrn Verdoold darüber, was der Management Change bei GULP für die IT Freelancer bedeutet und was von dem Freelancer Vermittler in der nächsten Zeit zu erwarten ist.

IT Freelancer Magazin: Ihr Vorgänger Michael Moser hat bei GULP als Assistent der Geschäftsleitung im Jahre 2001 begonnen, als das Unternehmen gerade mal ein Dutzend Mitarbeiter hatte. Er kennt das Unternehmen wie seine Westentasche und hat es spätestens als Geschäftsführer seit 2008 geprägt.
War es für Sie eine besondere Herausforderung, solch ein Erbe anzutreten?

Michel Verdoold: Michael Moser hat GULP in äußerst guter Verfassung übergeben und ich bin ihm sehr dankbar dafür, dass er das Unternehmen so weit nach vorne gebracht hat. Und auch das Willkommen der GULPis war sehr herzlich. Ich wurde mit offenen Armen empfangen, was mir den Start sehr erleichtert hat. Von daher lautet meine Antwort: Im Gegenteil, die Verdienste von Herrn Moser haben mir den Start umso mehr erleichtert.

IT Freelancer Magazin: Sie sind seit 18.8.2020 CEO von GULP und damit nun mehr als 100 Tage im Amt.
Was werden Sie anders machen als Herr Moser?

Michel Verdoold: In den ersten Wochen und Monaten in meinem neuen Amt ging es stark darum, Wege zu finden, wie wir uns noch besser für die Zukunft aufstellen können. Zentral ist dabei der Blick von außen nach innen. Also ganz konkret zu fragen: Was brauchen und wollen Kunden und selbstständige Experten von uns? Und unsere Prozesse und Strukturen darauf aufbauend auszurichten. Beispielsweise, um noch mehr zum strategischen Begleiter für die Freelancer zu werden und noch attraktivere Projekte anzubieten.

IT Freelancer Magazin: Wird es eine strategische Neuausrichtung bezüglich des GULP-Portals geben?

Michel Verdoold: Die wird es nicht nur geben, die gibt es seit Anfang Januar bereits! Ab sofort arbeiten die Consultants in spezialisierten Teams, die sich zu 100 Prozent auf die IT-Branche konzentrieren. Damit können wir noch besser auf die Wünsche unserer Kunden und selbstständige Experten eingehen, sie besser beraten, ihnen noch gezielter hochwertige Projekte beschaffen und Beauftragungsprozesse verkürzen.

Zukünftige Innovationen oder neue Services?

IT Freelancer Magazin: In welchem Bereich können IT-Freelancer von GULP zukünftig Innovationen oder neue Services erwarten?

Michel Verdoold: Für das Freelancer-Profil stehen bereits einige Updates an, beispielsweise ein verbessertes Design und damit verbunden eine größere Nutzerfreundlichkeit. Auch die GULP Membership, mit der Freelancer beispielsweise attraktive Rabatte bei Partnerfirmen erhalten, werden wir erweitern. Außerdem bauen wir GULP Direkt weiter aus, also die Möglichkeit, als Freelancer direkt mit unseren Kunden ins Geschäft zu kommen. In den letzten Jahren konnten so schon viele Freelancer und Unternehmen reibungslos und direkt in Projekten zusammenbringen. Last but not least wollen wir bei GULP immer mehr auch Freelancer untereinander vernetzen und so eine Plattform für Austausch und gegenseitigen Support bieten.

IT Freelancer Magazin: Mit Ihnen kommt ein Manager der Randstad-Gruppe an die Spitze von GULP – wieso erst jetzt? Randstad hat doch GULP bereits 2008 übernommen?

Michel Verdoold: Dass ich Michael Mosers Nachfolge antreten durfte, beruht eher auf meiner langjährigen, internationalen Erfahrung in der Freelancer-Vermittlung und Personalberatung. Unter anderem war ich bereits in Kanada, den Niederlanden und Österreich in diesem Bereich tätig. Natürlich ist es aber ein sehr positiver Nebeneffekt, dass ich daneben sowohl GULP als auch die Randstad-Welt vor meinem Start bereits kannte.

GULP hatte jedoch von Anfang an eine sehr enge Partnerschaft mit Randstad. Wir haben uns dennoch unsere eigene Identität als Marke GULP bewahrt. Denn damit sind wir als Experten für die Freelancer-Vermittlung bekannt, die hochwertige Projekte mit großem Qualitätsanspruch anbieten. Gleichzeitig ist GULP Teil des größten HR Dienstleisters der Welt, sodass wir über unsere guten Kontakte zu internationalen Kundenunternehmen auch deren Projekte in Deutschland und auf der ganzen Welt zur Vermittlung anbieten können.

Mehr Fokus auf die Expertenbetreuung

IT Freelancer Magazin: Was wird sich für die IT-Freelancer unter Ihrem Management ändern?

Michel Verdoold: Wir stellen die Experten noch mehr in den Mittelpunkt, denn unser Ziel ist es, diese mit Unternehmen zusammen zu bringen, damit Menschen in jeder Phase glücklich im Job sind. Konkret heißt das: Mehr Fokus auf die Expertenbetreuung, um gemeinsam deren Ziele zu erreichen. Egal ob zu Beginn der Tätigkeit oder bei erfahrenen Profis.

Und: Durch die neue Organisation nach Branchenfokus erhalten die Freelancer Ansprechpartner, die sich noch fokussierter auf den IT-Markt konzentrieren können. Durch dieses verbesserte Netzwerk optimieren wir nicht nur die Matching-Qualität, sondern auch die Geschwindigkeit bei der Projektvermittlung.

Großteil der Industrieunternehmen wollen Investitionen in Industrial IoT erhöhen

IT Freelancer Magazin: In der GULP Pressemitteilung von August erwähnen Sie, dass Sie Marktchancen, welche sich durch die Corona Krise bieten, bei GULP nutzen möchten. Welche Chancen konnten bis jetzt realisiert werden? 
Macht sich die Beschleunigung der Digitalisierung durch die Corona Krise in den IT Freelancer Aufträgen bemerkbar?

Michel Verdoold: Gerade in unsicheren Zeiten oder wenn die Kostenrahmen enger gesteckt werden, helfen wir mit unserer Beratung, die Personalressourcen zu optimieren und die richtigen Experten für den individuellen Kundenbedarf zu vermitteln. Wie in jeder Krise, gibt es auch jetzt Gewinner und Verlierer, man denke beispielsweise an den Online-Handel oder der Pharma-Bereich. Und auch in der IT sieht es nicht schlecht aus: Obwohl Unternehmen bedingt durch die Corona Krise sparen müssen, plant beispielsweise laut dem Marktforschungsunternehmen IDC ein Großteil neue IT-Projekte, um besser auf die Pandemie reagieren zu können. Hier sehen wir Freelancer als die perfekten Experten, weil sie schnell und flexibel das notwendige Know-how und Arbeitskraft in die Unternehmen bringen.

Aber bei all dem sei noch erwähnt: Es ist gerade sehr schwer, verlässliche Prognosen und Analysen zu fahren. Viel zu volatil ist das aktuelle Geschehen und wir sind alle davon abhängig, wie sich die nächsten Wochen und Monate entwickeln. Deshalb lautet für uns vordergründig die Devise: Zusammenhalten, um gemeinsam die Corona-Ausbreitung weiter einzudämmen.

IT Freelancer Magazin: Herr Verdoold, herzlichen Dank für das Interview!

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