Interview mit Gunnar Kloke, Teilnehmer beim Wettbewerb zum IT Freelancer des Jahres 2017 & Docker-Experte

Hallo Gunnar, stell Dich bitte den Lesern des IT Freelancer Magazins kurz vor.

Ich bin 31 Jahre alt und wohne zurzeit mit Frau und Tochter in Winnenden im Großraum Stuttgart, bevor wir Ende des Jahres in die Gegend von Paderborn ziehen werden. Selbstständig in der IT-Branche bin ich bereits seit meinem 16. Lebensjahr, damals noch im Nebenerwerb während der Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Mein Kompetenz-Schwerpunkt war von Anfang an die Webentwicklung mit PHP, seit ca. drei Jahren arbeite ich in meinen Projekten jedoch mit den Schwerpunkten Ruby, Docker und Cloud-Technologien als Entwickler und Architekt.

Wie bist Du IT Freelancer geworden? Was sind die Vorteile aus Deiner Sicht?

Nach einem längeren Auslandsaufenthalt während meines Zivildiensts bekam ich zur Rückkehr nach Deutschland die fantastische Möglichkeit, meine Selbstständigkeit mit den Bestandskunden aus der Nebenerwerbszeit aufzubauen. Die ersten sechs Jahre habe ich noch gewerblich gearbeitet und viele Kunden parallel bedient, 2013 habe ich mich schließlich als Freiberufler positioniert und genieße dabei die Freiheit und Abwechslung, welche ich bei meiner guten Auslastung erleben darf.

Welche Hürden gab es in der Anfangszeit und wie hast Du diese überwunden?

Zunächst habe ich mich durch meinen Wechsel vom gewerblichen Betrieb zur Freiberuflichkeit längere Zeit mit dem Finanzamt auseinandersetzen müssen. Letztendlich habe ich mich nach viel Beratung und Einlesen in die Thematik dazu entschieden, in meiner Außenwirkung als Freiberufler aufzutreten, auch wenn der Gewerbeschein mittlerweile wieder in der Schublade liegt.

Einer Deiner Schwerpunkte ist Docker? Was kann diese Technologie? Was kann sie besser, als eine Virtuelle Maschine? Wie schnell wird man in Docker produktiv?

Docker bündelt die im Linux-Kern bereits vorhandenen Möglichkeiten zur Virtualisierung in einem einfach zu bedienenden Gesamtpaket, wodurch ich einzelne Prozesse in voneinander isolierten Containern betreiben kann. Die Virtualisierung der Hardware über eine virtuelle Maschine wird überflüssig, was Ressourcen spart und deutlich performanter ist.

Momentan arbeite ich als Architekt und Lead-Developer an einer Cloud-basierten Microservice-Softwarelösung für einen internationalen Konzern. Die Container-Technologie ermöglicht dabei allen beteiligten Entwicklern, eine Produktions-realistische Umgebung auf dem eigenen Laptop verwenden zu können.

Die Einarbeitung in Docker ist als Entwickler mit Linux-Hintergrund sehr einfach, da bereits bekannte Konzepte wiederverwendet werden. Die Technologie „unter der Haube“ ist durchaus komplex, durch die Docker-Tools jedoch gut beherrschbar.

Welches sind Deine Lieblingstools?

Diverse IntelliJ-IDEs wie PHPStorm und RubyMine, die Atlassian-Toolchain (Jira, Confluence, Bitbucket, Bamboo) und Docker. Im Alltag hilft mir am meisten eine mächtige Linux-Shell (z.B. zsh).

Wo stehst Du in 5 Jahren?

Ich möchte mich im Bereich Cloud-Technologie weiter zum Spezialisten entwickeln, da es einfach Spaß macht, jeden Tag spannende Entwicklungen mitzubekommen. Darüber hinaus habe ich viele Träume, was ich sehr wichtig finde, aber auch konkrete Vorstellungen von der Lebensplanung.

In fünf Jahren möchte ich noch immer so viel Spaß an der Arbeit haben,
am liebsten in einem ruhigen Büro mit Blick in die Natur und meiner Familie in der Nähe.

Gunnar, vielen Dank für dieses Interview.

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